Weihnachtsgeschenke: Kein Recht auf Umtausch

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Wer Weihnachtsgeschenke einkauft, sollte sich die Rechnung aufheben – und die Umtauschmöglichkeit darauf vermerken lassen. Es gibt kein gesetzliches Umtauschrecht: Gefallen Geschenke nicht, können Händler diese freiwillig umtauschen, Geld zurück gibt es aber häufig nicht.

Auch bei Gutscheinen lauern Tücken. Diese sind grundsätzlich 30 Jahre lang gültig, aber viele Unternehmen befristen die Geltungsdauer. Befristungen von zwei Jahren oder weniger sind aber nur mit einem triftigen Rechtfertigungsgrund des Unternehmers möglich, teilte die Arbeiterkammer Niederösterreich in einer Aussendung im vergangenen Dezember mit. Nach Ablauf einer unzulässigen Befristung muss der Gutschein demnach akzeptiert oder verlängert werden – oder der Wert des Gutscheins muss ersetzt werden. Wer Gutscheine im Internet kauft, sollte aufpassen, so die AKNÖ: “Prüfen Sie vor Erwerb eines Gutscheines über eine Plattform, wer überhaupt der Aussteller ist. Denn die Plattformen treten oft nur als Vermittler auf.”

Rücktrittsrecht bei Online-Bestellungen

Wer online Geschenke besorgt, sollte “Preise vergleichen und möglicherweise versteckte Nebenkosten wie Versandspesen beachten”, so die AKNÖ. Bei Internetbestellungen haben Kunden ein Rücktrittsrecht binnen 14 Kalendertagen ab Erhalt der Ware. Ausnahmen gelten für entsiegelte CDs und DVDs oder Tickets. Informiert das Unternehmen Konsumenten nicht ordentlich über ihr Rücktrittsrecht, verlängert sich die Frist auf bis zu zwölf Monate.

Ansprüche schriftlich geltend machen

Einen gesetzlichen Gewährleistungsanspruch haben Käufer, wenn ein Produkt defekt ist. Bewegliche Waren – wie Möbel, Kaffeemaschinen oder Fernsehgeräte – müssen Händler bis zu zwei Jahre nach dem Kauf kostenlos reparieren oder umtauschen, den Preis dafür mindern oder das Geld zurückgeben. Konsumenten sollten die “Rechnung immer aufheben und die Ansprüche schriftlich beim Händler geltend machen”.

(APA/Red.)

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