Zwischen Geschenkenthusiastin und Wiederholungstäter

bild_haende

Der Handel versucht die unterschiedlichen Gewohnheiten der Österreicher beim Weihnachtseinkauf in Kategorien zu fassen. Von der Enthusiastin bis zum Verweigerer reicht die Bandbreite. Die Unterschiede im Verhalten sind teilweise geschlechtsspezifisch, zeigte 2015 eine Einstufung des Marktforschungsinstituts Marketagent.com im Auftrag der Shopping City Süd.

Als „vorbildliche Geschenkenthusiastin“ klassifiziert die Aufstellung etwa jede siebte Kundschaft, wobei in dieser Gruppe Frauen eine Mehrheit stellen. Das umfasst Menschen, denen das Geschenke-Kaufen Spaß macht, die den Trubel in den Geschäften genießen, und die schon Monate im Voraus shoppen. Sie geben mit 413 Euro auch überdurchschnittlich viel aus.

Bummlerin, Pflichterfüller, Verweigerer: Welcher Typ sind Sie?

Als „ruhige Bummlerin“, abermals mehrheitlich weiblich, wird ein Viertel der Kundschaft eingestuft. Sie „holen sich die Inspiration für Weihnachtsgeschenke bevorzugt direkt beim Schlendern durch die Geschäfte“, zum Großteil in der Adventszeit. Die Ausgaben liegen bei 332 Euro.

Ein Fünftel, je zur Hälfte Männer und Frauen, sind demnach „gelassene Pflichterfüller“, denen das Besorgen der Geschenke relativ leichtfällt. Sie stecken aber auch nicht allzu viel Herzblut in die Suche. Stress haben sie dafür keinen. Ihre Ausgaben liegen bei 382 Euro. Im Alter von 40 bis 49 Jahren ist man am ehesten in dieser Gruppe dabei.

Jede sechste Kundschaft klassifiziert Marketagent.com als „pragmatische Wiederholungstäterin“, zu drei Drittel sind hier Frauen vertreten. „Geschenke müssen nicht teuer, aber sinnvoll sein“, ist hier die Devise. Die „äußerst preisbewussten“ Schenker geben im Schnitt 315 Euro aus. Es geht weniger um persönlich gefärbte Geschenke als darum, erprobte Präsente wieder zu vergeben.

Ein Fünftel der Schenker sind „gestresste Last-Minute-Käufer“, typischerweise männlich. Sie „kämpfen sich in den letzten Tagen vor Weihnachten tapfer durch die Geschäfte“ und hoffen darauf, von ihrer Verpflichtung endlich erlöst zu werden. 321 Euro sind ihnen die Geschenke im Schnitt wert.

Nur fünf Prozent der Österreicher verweigern sich dem weihnachtlichen Schenken, oft wünschen sie sich auch selber nichts. Mehrheitlich gehören Männer, insbesondere der älteren Generation, diesem Typus an. (APA)

Leave a Comment